Titel: De Quervains Pathologie verstehen: Eine umfassende Untersuchung spezieller Tests

De Quervains Pathologie verstehen: Eine umfassende Untersuchung spezieller Tests

Von: Miranda Materi

De Quervains und spezielle Tests

De Quervains Tenosynovitis ist eine Erkrankung, die durch eine Entzündung der Sehnen an der Daumenseite des Handgelenks gekennzeichnet ist und Schmerzen und Beschwerden verursacht. Zu diesen Sehnen gehören der Abductor pollicis longus (APL) und der Extensor pollicis brevis, die durch das erste dorsale Kompartiment verlaufen. Die verschiedenen Sonderprüfungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung und Bestätigung dieser Pathologie. In diesem Blogbeitrag werden wir drei spezifische Tests behandeln: Finkelsteins, Eichhoffs und den Wrist Hyperflexion and Abduction Test (WHAT). Wir werden auch ihre Bedeutung für die Diagnose der Tenosynovitis De Quervain untersuchen.

Finkelsteins Test: Das klassische Manöver enträtseln

Der Finkelstein-Test ist ein bekanntes und weit verbreitetes diagnostisches Manöver zur Beurteilung der Tenosynovitis De Quervain. Bei diesem Test wird das Handgelenk des Patienten auf die Tischkante gelegt und er wird aufgefordert, das Handgelenk aktiv nach ulnar abzulenken, bevor der Untersucher das Handgelenk des Patienten ergreift Daumen, passiv in die Handfläche beugen. Ein positiver Befund sind Schmerzen entlang der radialen Seite des Handgelenks, insbesondere über dem ersten dorsalen Kompartiment, was auf eine Entzündung der Sehnen des Musculus abductor pollicis longus und des Musculus extensor pollicis brevis hinweist. (Wu, Rajpura & Sandher, 2018).

Eichhoffs Test: Klärung der Verwirrung

Der Eichhoff-Test, der oft mit dem Finkelstein-Test verwechselt wird, beinhaltet ein anderes Manöver. Bei diesem Test wird der Teilnehmer angewiesen, den Daumen in die Hand zu legen und die anderen Finger fest zu ballen. Der Untersucher kann die Sehne des Musculus abductor pollicis longus und des Musculus extensor pollicis brevis über dem lateralen Radius abtasten und nach beweglichen Knötchen, Sehnenreibungen oder Knallen direkt über der Sehne tasten. (Wu, Rajpura & Sandher, 2018).

Im Laufe der Jahre kam es zu einer Fehlinterpretation zwischen diesen beiden Tests, wobei der Eichhoff-Test mit dem Finkelstein-Test verwechselt wurde. Handtherapeuten müssen zwischen diesen Manövern unterscheiden, um eine genaue Diagnose und eine angemessene Behandlung zu ermöglichen.

Der WAS-Test: Ein neuartiger Ansatz

Um den Eichhoff-Test mit einem neuen Diagnoseinstrument zu vergleichen, wurde über einen Zeitraum von drei Jahren eine prospektive Studie mit einer Kohorte von 100 Patienten (88 Frauen, 12 Männer) durchgeführt, bei denen spontane Schmerzen auf der radialen Seite des Styloids des Radius auftraten (De-Quervain-Tendinopathie). Der Test zur Handgelenkshyperflexion und Abduktion des Daumens (WHAT) wurde eingeführt.

Der Handgelenk-Hyperflexion- und Abduktionstest des Daumens (WHAT) bietet mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Tests wie Eichhoffs und Finkelsteins bei der Diagnose der Tenosynovitis De Quervain. Der WAS-Test kombiniert Hyperflexion und Abduktion des Handgelenks. Diese einzigartige Kombination zielt darauf ab, die Symptome durch die Belastung der an der De-Quervain-Pathologie beteiligten Sehnen effektiver zu reproduzieren und so eine umfassendere und möglicherweise genauere Beurteilung zu ermöglichen. (Goubau et al., 2014).

Darüber hinaus bietet der WHAT-Test möglicherweise eine verbesserte Sensitivität und Spezifität, was eine zuverlässigere Diagnose ermöglicht. Durch die Einbeziehung von Hyperflexion und Abduktion wird die Beteiligung der Sehnen des M. abductor pollicis longus und des M. extensor pollicis brevis umfassend beurteilt und so die Fähigkeit des Arztes verbessert, subtile Anomalien zu erkennen. Da sich die Literatur zu Handtherapie und Handchirurgie weiterentwickelt, stellt der WHAT-Test einen fortschrittlichen Schritt bei der Verfeinerung diagnostischer Ansätze für De Quervains Tenosynovitis dar und bietet einen Test, der zu einer verbesserten diagnostischen Genauigkeit und Patientenversorgung beitragen kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verständnis der Nuancen des Finkelstein- und Eichhoff-Syndroms und des WAS für eine genaue Diagnose und effektive Behandlung der Tenosynovitis De Quervain von wesentlicher Bedeutung ist.

Verweise:

Goubau, JF, Goubau, L., Van Tongel, A., Van Hoonacker, P., Kerckhove, D. & Berghs, B. (2014). Der Handgelenk-Hyperflexion- und Abduktionstest des Daumens (WHAT): ein spezifischerer und empfindlicherer Test zur Diagnose der Tenosynovitis de Quervain als der Eichhoff-Test. Das Journal of Hand Surgery, europäischer Band39(3), 286–292. https://doi.org/10.1177/1753193412475043

Wu, F., Rajpura, A. & Sandher, D. (2018). Der Finkelstein-Test ist dem Eichhoff-Test bei der Untersuchung der de Quervain-Krankheit überlegen. Zeitschrift für Hand- und Mikrochirurgie10(2), 116–118. https://doi.org/10.1055/s-0038-1626690

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