Schulter-Spezialtests: Sind sie wirklich speziell? Beste Methode zur Beurteilung von Schulterschmerzen
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Spezielle Schulteruntersuchungen: Sind sie wirklich etwas Besonderes? So bewerten Sie Schulterschmerzen.
Von: Emily Saunders
Bewertung ihres klinischen Nutzens
Schulterschmerzen und Verletzungen sind ein häufiges Problem im klinischen Umfeld, und Sonderprüfungen sind seit langem ein Eckpfeiler für die Diagnose dieser Probleme. Diese Tests zielen darauf ab, bestimmte Schultererkrankungen zu identifizieren, sind jedoch häufig nicht genau genug. Aktuelle Studien zeigen, dass orthopädische Sonderprüfungen (OSTs) der Schulter Es mangelt ihnen an der erforderlichen Spezifität, Sensitivität und den positiven und negativen Wahrscheinlichkeitsverhältnissen, um als klinische Orientierung für die Beurteilung und Behandlung von Patienten durch Ärzte von klinischer Bedeutung zu sein.
Die Beweise verstehen: Eine Auffrischung der Statistik
Bei der Beurteilung der Wirksamkeit eines diagnostischen Tests sind Spezifität und Sensitivität wichtige Kennzahlen. Die Spezifität misst die Wahrscheinlichkeit, dass ein positives Ergebnis tatsächlich auf das Vorhandensein einer Pathologie hinweist, während die Sensitivität die Wahrscheinlichkeit misst, dass ein negatives Ergebnis eine Pathologie genau ausschließt (Parikh et al., 2008). Idealerweise sollten beide Werte über 0,90 liegen, damit ein Test als hochgenau gilt. Wahrscheinlichkeitsverhältnisse, die Spezifität und Sensitivität kombinieren, sind ebenfalls nützlich. Ein positives Wahrscheinlichkeitsverhältnis >10 und ein negatives Wahrscheinlichkeitsverhältnis <0,1 sind Benchmarks für einen hohen diagnostischen Wert (Bosch, 2023; Preneger, 2021).
Einschränkungen spezieller Schultertests
Es gibt Belege dafür, dass Schulter Sonderprüfungen fehlt oft die Validität, die für einen effektiven klinischen Einsatz in Therapiesituationen erforderlich ist (Bélanger et al., 2019; Calvert et al., 2009; Krill et al., 2018; Salamh & Lewis, 2020). Die Komplexität von Schulteranatomie erschwert bei diesen Tests die Isolierung spezifischer Strukturen und die durchgeführten Manöver können die Schmerzen verschlimmern, ohne genaue diagnostische Informationen zu liefern (Salamh & Lewis, 2020).
Beispielsweise hat der Hawkins-Kennedy-Test, der häufig zur Beurteilung des subacromialen Impingements verwendet wird, eine Sensitivität von 0,80 und eine Spezifität von 0,50, während der Jobe-Test („Empty Can“-Test) eine Sensitivität von 0,50 und eine Spezifität von 0,87 hat (Cotter et al., 2018). Tests für Bizepspathologien wie der Active Compression-Test (Sensitivität 0,59, Spezifität 0,57), der Crank-Test (Sensitivität 0,49, Spezifität 0,70) und der Speed-Test (Sensitivität 0,65, Spezifität 0,61) weisen ebenfalls eine begrenzte Genauigkeit auf (Bélanger et al., 2019).
Tests auf Subscapularis-Risse, darunter der Bear-Hug-Test, der Belly-Press-Test, das Innenrotations-Lag-Sign und der Lift-Off-Test, weisen eine gepoolte Spezifität von über 0,90, aber eine Sensitivität von unter 0,60 auf (Lädermann et al., 2021). Zur Diagnose einer AC-Gelenk-Pathologie ergeben das Paxinos-Zeichen und der O'Brien-Test zusammen eine positive Likelihood Ratio von 2,71, die nur eine geringe klinische Auswirkung hat (Krill et al., 2018).

Die Rolle des diagnostischen Ultraschalls
Im Gegensatz zu Spezialuntersuchungen bietet der diagnostische Ultraschall eine hochspezifische und sensible Möglichkeit zur Beurteilung von Schultererkrankungen. Untersuchungen zeigen eine Sensitivität von bis zu 0,88 und eine Spezifität von 0,98 (Rosas et al., 2017). Andere Studien zeigen ähnliche Bereiche, wobei Ultraschall bei der Diagnose von Rotatorenmanschettenrissen MRT oder MRA übertrifft (Bélanger et al., 2019; Roy et al., 2015).
Salamh und Lewis (2020) empfehlen, dass sich Kliniker auf eine patientenzentrierte Versorgung durch körperliche Untersuchungen und klinische Interviews konzentrieren, anstatt sich auf spezielle Schultertests zu verlassen. Dieser Ansatz trägt der Vielschichtigkeit von Schulterverletzungen besser Rechnung.
Abschluss
Angesichts der vorliegenden Erkenntnisse sollten Therapeuten den Einsatz spezieller Schultertests bei nicht diagnostizierten Schulterschmerzen. Stattdessen können Kliniker einen ganzheitlichen und evidenzbasierten Ansatz verfolgen, indem sie:
- Durchführen gründlicher klinischer Interviews zur Erfassung detaillierter Patientengeschichten.
- Einsatz evidenzbasierter, auf die Symptome des Patienten abgestimmter körperlicher Untersuchungstechniken.
- Einbeziehung von diagnostischem Ultraschall, wenn zusätzliche Bildgebung erforderlich ist.
Durch die Integration dieser Verfahren können Ärzte genaue Diagnosen und eine wirksamere, patientenorientierte Versorgung sicherstellen.
Verweise
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